Geld stinkt nicht ... (?)

Es heisst doch so schön (wenn man dem Volksmund glauben darf), dass "Geld nicht stinkt".

Tja, dann stellt sich mir natürlich sofort die Frage, warm man "stinkreich" (wieder laut Volksmund) werden kann ...


Frage gestellt von joba-le Frage von joba-le     Erstelldatum erstellt  am Sonntag, 21. November 2010

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2 Antworten zu: Geld stinkt nicht ... (?)



  • was stinkt, was nicht, ist ja relativ.
    Auf jeden Fall ist, besser sind, Geldscheine, aber auch Münzen, mindestens oft, Bakterien behaftet.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pecunia_non_olet

    Woher jedoch "stinkreich" kommt, das ist an sich fragwürdig.
    Nur soviel, es dürfte wohl keine deutsche Erfindung sein, da es gibts auch in Englisch, zumindest beispielsweise:
    stinking rich


    beantwortet von w313g beantwortet von w313gSehr aktives und kompetentes Mitglied bei schlauefragen.de
    Erstelldatum erstellt am Samstag, 19. März 2011



  • Hi,joba-le,Geld stinkt wirklich nicht,habe schon daran gerochen.Scherz beiseite! Gehen wir es geschichtlich an,da liegt auch die Entstehung dieser geflügelten Worte. Als Kaiser Vespasian an die Macht kam,war das Imperium zerrüttet.In den Provinzen brachen Empörungen aus.Vespasians ältester Sohn Titus übernahm 69 u. Zeit den Oberbefehl im Judäischen Krieg und eroberte im Jahre 70 Jerusalem.Der von den Römern gefangengenommene jüdische Feldherr Flavius Iosephus,der im Lager des Titus die Eroberung miterlebte,schrieb eine Geschichte des Judäischen Krieges,mit der er sich für einee Verständigung zwischen Judentum und römischer Weltmacht einsetzte.Das fünfte Buch beginnt mit der Schilderung des Aufruhrs in Jerusalem.Dort bekämpften sich drei politisch-religiöse Parteien,was Iosephus "eigentlich noch ein Glück im Unglück" - wenigstens für die Römer - "und ein Werk der Gerechtigkeit" nennt. Auch in der Verwaltung und im Heer herrschten Unordnung.In kurzer Zeit festigte Kaiser Titus Flavius Vespasianus das Reich und richtete durch Sparsamkeit und Ordnung des Steuerwesens den durch Neros maßlose Verschwendungssucht völlig zusammengebrochenen Staatshaushalt wieder auf.Aus der Vespasianbiografie berichtet ein gewisser Sueton von den Witzen,mit denen er das Häßliche mancher seiner nicht eben sauberen Geldgeschäfte zu mildern suchte.So habe er seinem Sohn Titus,der die Besteuerung der öffentlichen Bedürfnisanstalten tadelte,ein Goldstück aus der ersten Erhebung unter die Nase gehalten mit der Frage,ob er einen üblen Geruch verspüre.Als Titus verneinte,habe er gesagt:_Und doch ist es von Urin! Danach wendet man die schon früher geprägte Formulierung (Cicero,Orator 45 bzw. 154) non olet! ,also (Geld) stinkt nicht! auf jeden aus zweifelhaften Quellen stammenden Gewinn an. So,jetzt weiß Du ganz genau bescheid,okay? Tschüs progress456 aus Jena.Noch einen angenehmen Sonntag nach dieser "Lesung".


    beantwortet von progress456 beantwortet von progress456Sehr aktives und kompetentes Mitglied bei schlauefragen.de
    Erstelldatum erstellt am Sonntag, 21. November 2010
    kommentiert von progress456 kommentiert von progress456 am Montag, 22. November 2010
    Bin´s noch mal,loba-le,freut mich,daß Du Dir nun ein Bild über "das stinkende Geld" machen kannst.Schön,Dir geholfen zu haben.Tschüs.
    kommentiert von joba-le kommentiert von joba-le am Sonntag, 21. November 2010
    Herzlichen Dank - mit einer derart umfangreichen Erklärung habe ich wirklich nicht gerechnet - Vielen lieben Dank und schönen Tag noch ... joba-le


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